U21-EM 2017: Serge Gnabry im Porträt

Spieler-Porträt: Serge Gnabry

Mit einem frischen Vertrag beim FC Bayern und einer starken Debüt-Saison für Werder Bremen hat Serge Gnabry auf sich gemacht. Nun reist der junge Deutsch-Ivorer als einer der großen Stars der deutschen U21 zur EM nach Polen und könnte sich mit einem starken Turnier auch für die WM in Russland empfehlen. Das erste Spiel der deutschen Mannschaft steigt am 18.06. um 18 Uhr, der Gegner heißt dann Tschechien.

Serge Gnabry, Mezut Özil und Per Mertesacker im Training beim FC Arsenal

Serge David Gnabry, geboren am 14 Juli 1995 in Stuttgart, stellte sein Talent als Flügelflitzer bereits in jungen Jahren unter Beweis. So bekam er schon früh die Chance, die Strukturen der DFB-Jugendausbildung komplett zu durchlaufen. Von der U16 bis zur A-Nationalmannschaft durchlief er alle Stationen und hat dabei auf jeder Ebene mindestens einen Treffer erzählt. Der junge Deutsch-Ivorer fing seine Profi-Karriere mit 16 beim VFB Stuttgart an. Nach einer glänzenden Zeit bei der U17-Nationalmannschaft holte schließlich der FC Arsenal den Mittelfeldmann für nur 100 Tsd Euro an die Themse.

Serge Gnabry bei der Siegerehrung der olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Personen von links nach rechts: Nils Petersen, Serge Gnabry, Grischa Proemel, Max Christiansen

Unter Arsene Wenger gelang es ihm, seine Spielart langsam weiterzuentwickeln und mit Einsätzen in der A-Mannschaft sowie der U21 weiter auf sich aufmerksam zu machen. Doch das Verletzungspech kam ihm in die Quere und ein Stammplatz bei den geriet Gunners in weite Ferne, weswegen er in der Saison 15/16  an West Bromwich Albion ausgeliehen wurde. Doch Gnabry verletzte sich erneut und kam in gesamten Spielzeit nur auf 3 Einsätze.
Horst Hrubesch nominierte ihn trotz enttäuschender Monate für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro und läutete damit das Ende von Gnabrys Leidenszeit ein. Er erzielte 6 Treffer in 6 Einsätzen und hatte so einen großen Anteil an einer fantastischen Leitung der deutschen Mannschaft, die nach einem dramatischen Finale gegen Brasilien mit der Silbermedaille nach Hause fahren durfte.

Serge Gnabry beim Jubel mit Teamkollege Claudio Pizarro nach seinem Tor zum 1:1 Ausgleich gegen die TSG Hoffenheim.

Wenig später standen die europäischen Klubs wieder Schlange für Gnabry. Nach einigem hin und her zwischen Bayern München und Werder Bremen machte schließlich der Klub aus dem Norden das Rennen und holte Gnabry für 5 Millionen an die Weser. Hier avancierte der wendige Dribbler mit starken Leistungen zum Topstar der Bremer und erzielte 11 Treffer sowie 2 Vorlagen in 27 Einsätzen. Spätestens jetzt wollten die Bayern das Ausnahmetalent endgültig in den eigenen Reihen wissen, und bei 10 Millionen Euro Ablöse konnte man auch bei Werder nicht mehr wiederstehen. Jetzt gilt es für ihn sich zu beweisen, denn sowohl in der Nationalmannschaft wie auch bei den Bayern zählen nur Titel und wenn diese ausbleiben, ist der Schritt vom Helden zum Sündenbock oft besonders klein.

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Fotos: picture alliance / dpa

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