Der Fall James Rodriguez

James Rodriguez – Bayerns bestes Geschäft?

Mit James Rodriguez konnte der FC Bayern München diesen Sommer schon wieder einen echten Transfer-Kracher vermelden. Der Zugang des offensiven Mittelfeldspielers von Real Madrid sorgt beim FCB nicht nur für einen Schub in Qualität, sondern auch für Breite und Konkurrenz im Kader. Die Leihgebühr von zehn Millionen € für zwei Jahre scheint auf ersten Blick verdammt hoch, doch beschäftigt man sich näher mit diesem Transfer, gewinnt man den Eindruck eines absolut grandiosen Geschäfts für die Münchner.

James Rodriguez bei seinem ersten Einsatz für den FC Bayern München im Spiel gegen Werder Bremen.

Besonders zu erwähnen ist dabei, dass die Bayern James am Ende der zwei Jahre dank einer Kaufoption in Höhe von 40 Millionen € fest verpflichten können – für einen Star wie James in heutigen Zeiten erstaunlich wenig. Spieler seiner Qualität sind auf dem derzeitigen Transfermarkt fast schon unmöglich zu verpflichten, wenn man wie die Münchner bei Ablösesummen nicht in astronomischen Regionen von 80 Millionen € und mehr vorstoßen möchte oder kann. Da ist es schon erstaunlich, dass man den kolumbianischen Linksfuß erwerben konnte, vor allem wenn man bedenkt, welchen Einfluss eine solche Verpflichtung auch auf die Vermarkungsmöglichkeiten des Rekordmeisters in Südamerika hat. Seit der WM 2014 gehört James auf dem südamerikanischen Kontinent zu den größten und beliebtesten Stars – alleine dieser Faktor dürfte den Bayern die 10 Millionen € Leihgebühr in Form von Markenwert und Trikotverkäufen wieder einspielen.

Zusätzlich bringt der Kolumbianer auch noch echte Qualität mit. Technik, Ballsicherheit, Spielverständniss und ein echter linker Hammer zeichnen ihn aus, auch wenn er das bei Real zuletzt nur noch selten unter Beweis stellen konnte. Doch Carlo Ancelotti, der James als Trainer auch damals schon zu Real Madrid geholt hatte, dürfte ihn nicht umsonst schon zum zweiten Mal zu seinem Wunschspieler machen. Er wird sich sicher sein, diese Qualitäten erneut aus dem 25-jährigen herausholen zu können. Geht dieser Plan auf, könnte sich James als eines der besten Geschäfte der Bayern in den letzten Jahren oder sogar Jahrzenten erweisen.

Dass man Real Madrid damit zusätzlich einen Edelreservisten genommen hat, der im Verlauf einer langen Saison durchaus wichtig werden könnte, ist ein weiterer netter Nebeneffekt. Und falls es am Ende doch nicht klappt wie gewünscht, kann man ihn ja immer noch zurückgeben und ihn wieder zum teuren Problem der Königlichen machen.

Fotos: Imago Sportfotodienst

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