International Champions Cup – Werbetour Teil 1: China

Bayern-Arsenal Internacional Champions Cup

Die Vorbereitung für kommende Saison findet schon länger nicht mehr zuhause statt. Inzwischen regiert das Geld. Das ist es nichts Neues, seit ein paar Jahren will die Ware in den neuen Märkten auch vorgestellt werden. Die Ware? Ja, die Teams sind die Ware und es ist Trend geworden, in Asien oder auch in Nordamerika seine Vorbereitung auszuführen. Und so wurde der International Champions Cup erfunden. Dieser geht vom 18. bis 30. Juli 2017. Er spielt auf zwei Kontinenten, in Asien und in den USA. Teilnehmer? Die Champions der großen Ligen. Chelsea London, FC Arsenal London, AC Mailand und Bayern München sind nur ein paar der Mannschaften, die dieses Jahr in China vorgespielt haben. Die Vereine bringen die Stars nicht nur in greifbare Nähe zu den Fans, sondern sie verdienen mit diesem Marketingeffekt bei Trikotverkäufen, mit bis zu 30 prozentigen Steigerungsraten, sehr sehr viel Geld. Diesen Sommer sahen wir schon ein paar Knaller als Testspiele. Allerdings haben sich die Bayern bisher nicht so gut geschlagen. Die Ancelotti-Elf sah zwar gut im Spielaufbau und -verlauf aus, ließ aber viele Torchancen ungenutzt. Das Ergebnis: sie verloren im Elfmeterschießen mit 3:4 (1:1) gegen den FC Arsenal London, und gingen am Ende mit 0:4 gegen den AC Mailand vom Platz. Borussia Dortmund siegte derweil gegen AC Mailand klar mit 3:1 und bewies einmal mehr, wie stark die Borussen sind. Den Abschluß des China-Abenteuers machte das Spiel Inter Mailand gegen Olympique Lyon. Mailand gewann mit 1:0. Nun geht es weiter nach Singapore, der nächste Spielort ist das National Stadium.

Alles Freundschaftspiele, doch trotzdem erwartet man mehr Ehrgeiz, da auch Namen wie Hummels, Ribery, Müller und Lewandowski auf dem Platz stehen. Das der Audi Football Summit nicht der Pokal ist, den man in Wirklichkeit heben will, ist ja normal. Aber trotzdem kann man schon einmal für die Saison üben, um nicht im Mai des nächsten Jahres mit leeren Händen dazustehen. Immerhin trifft man schon auf die Spielerqualität möglicher Gegner der Champions League.