Ditmar Jakobs – Das tragische Ende einer großen Karriere

20.September 1989: Im Volksparkstadion steigt am 10. Spieltag der Bundesliga das Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen. Für Ditmar Jakobs sollte es das letzte Spiel seiner Karriere werden.

Die Hamburger starteten um die 20. Spielminute einen Angriff, der aber von den Bremern schnell in einen Konter umgewandelt worden war. Wynton Rufer lief alleine auf das Hamburger Tor zu und lupfte den Ball über Richard Golz. Doch Ditmar Jakobs hatte etwas dagegen und kratzte den Ball in der letzten Sekunde von der Linie. Beim Rettungsversuch rutschte dieser ungebremst ins Netz und verfing sich darin. Laut Jakobs scheiterten erste Befreiungsversuche. Erst als Mannschaftsarzt Gerold Schwarz zur Hilfe eilte, stellte sich heraus, dass sich ein Karabinerhaken in seinen Rücken gebohrt hatte.

Ditmar Jakobs gegen Hermann Ohlicher

Ditmar Jakaobs (links) gewann mit dem HSV zweimal die deutsche Meisterschaft (1982,1983), sowie 1987 den DFB Pokal und 1983 die UEFA Champions League.

20 Minuten lag versuchten mehrere Helfer ihn zu befreien. Auch eine Flex schaffte zunächst keine Abhilfe. Schlussendlich trennte Schwarz Jakobs mit einem Skalpell erfolgreich vom Karabiner indem er das eingehakte Stück Fleisch herausschnitt. Zunächst ging man lediglich von einer Fleischwunde aus, doch bei weiteren Untersuchungen kam heraus, dass einige Wirbel beschädigt und wichtige Nerven durchtrennt wurden. Nach dem Heilungsprozess stieg Jakobs zuerst wieder ins Training ein, permanente Schmerzen und motorische Störungen hinderten in allerdings am Weiterspielen. Somit war also plötzlich die Karriere des 36-jährigen beendet – zumindest im Fußball. Bis heute verfolgen ihn die Schmerzen und Störungen seiner Motorik. Er hat jedoch gelernt damit zu leben und verdient sich inzwischen sein Geld als Versicherungsmakler.

Dass dieses Spiel 4:0 für die Hamburger ausging interessierte am Ende niemanden mehr.

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