Das Kopfballungeheuer Horst Hrubesch

„Manni Bananenflanke, ich Kopf – Tor“, bringt Horst Hrubesch das Erfolgsrezept der erfolgreiche Meisterschaft 1982 auf einen Nenner. Manfred Kaltz verhalf Horst Hrubesch dabei mit seinen unwiderstehlichen Flanken zu insgesamt 27 Toren in dieser Saison.

Insgesamt elf Tore erzielte er dabei per Kopf. Seinen wichtigsten Treffer markierte er am 24. April, als Horst Hrubesch den Hamburger SV in München bei den Bayern mit seinem Kopfballtor zum 4:3 zur Meisterschaft „köpfte“.

Horst Hrubesch im Interview

Horst Hrubesch (links) wird nach dem Siegtreffer zur Meisterschaft gegen den FC Bayern München interviewt.

Die Erfolge von Horst Hrubesch bleiben für die Ewigkeit: allein 96 Tore für den HSV (in der Bundesliga), er wurde drei Mal deutscher Meister (1979, 1982, 1983), 1983 holte er mit dem HSV den Europapokal der Landesmeister gegen Juventus Turin und 1980 wurde er Europameister mit der deutschen Nationalmannschaft. Für Deutschland erzielte er in 21 Spielen sechs Tore. Anschließend war er als Trainer im Nachwuchsbereich der U19 und U21 beim DFB verantwortlich. Auch hier setzte sich der Erfolg fort, er wurde jeweils Europameister. Seit Anfang des Jahres bekleidet er das Amt des Sportdirektors beim DFB. Was zunächst als Interimslösung für den zu Hoffenheim abgewanderten Hansi Flick schien, stellte sich bislang als eine gelungener Coup heraus. Im letzten Jahr bei Olympia 2016 in Rio gewann er mit einer sehr jungen deutschen Mannschaft sogar die Silbermedaille. Er und seine Mannen verloren unglücklich im Finale gegen den Lokalnationalmannschaft Brasiliens, die immerhin von Superstar Neymar aufs Feld geführt wurden. Ein ungleiches Duell, die trotzdem zeigt, dass Hrubesch trotz der 6:5-Niederlage im Elfmeterschießen ein Trainer ist, der seine Leidenschaft unglaublich erfolgreich auf junge Spieler übertragen kann. Wer ihn einmal getroffen hat, weiß, wie Hrubesch tickt. Er ist einfach komplett Horst Hrubesch geblieben, authentisch und ehrlicher Fußballer.

Eines ist definitiv klar: Der HSV würde im Moment alles geben, um einen wie Hrubesch im Team zu haben. Denn unter Horst Hrubesch und seinen Teamkollegen war der HSV ein Topteam. Aber vielleicht haben sie in Jann-Fiete Arp ihren neuen Horst oder Uwe gefunden. Nach Uwe Seeler ist Horst Hrubesch wohl die Stürmerlegende des HSV.

Wir sagen nur ein Wort: „Vielen Dank!“

Foto: Witters / imago sportfotodienst